[Rezension] Ursula Poznanski – Vanitas I

Vanitas -. Schwarz wie Erde habe ich bereits letzten September gelesen, nur leider gehört diese zu den noch ausstehenden 2019-Rezensionen, zu denen ich einfach noch nicht gekommen bin 😀 Nun nehme ich aber Erscheinen von Band II zum Anlass, euch den Einstieg der Reihe vorzustellen.

AUTOR  Ursula Ppoznanski
VERLAG Knaur
ERSCHIENEN 2019
SEITEN 384
Übersetzer
PREIS 14,99 (Broschiert)
GENRE Krimi
REIHE  Vanitas, Bd. 1
ISBN  3426226863

Inhalt

Carolin arbeitet als Gärtnerin auf dem Wiener Zentralfriedhof. Dort fühlt sie sich ‘unsichtbar’. Und das ist auch gewollt, denn sie lebt in ständiger Angst gefunden zu werden. Carolin ist nämlich nicht ihr echter Name und in einem vorherigen Leben hat die junge Frau als Polizeispitzel gearbeitet. Sie war einer der brutalsten Banden des organisierten Verbrechens auf der Spur, offiziell jedoch lebt sie nicht mehr. Nun aber wird sie wegen eines Falles aus dem “Schutz” gerufen und soll in München ermitteln. Dass nun jemand herausfindet, dass sie noch lebt, ist ihre größte Sorge. Denn sollte dem so sein, wird sie nicht mehr lange leben.

Meinung

Kennt ihr die Sprache der Blumen? Vermutlich jeder weiß, dass rote Rosen für die Liebe stehen. Doch viele weitere Blumen sind Teil eines “Codes”. Und dieser Code erlaubt es Carolins ehemaligem Chef bei der Polizei, ihr einen verdeckten Gruß zukommen zu lassen. Die junge Frau will das jedoch nicht wahrhaben. Am liebsten wäre ihr nämlich, wenn niemand auch nur von ihrer bloßen Existenz weiß. Doch sie soll als verdeckte Ermittlerin unter falschem Namen und falscher Identität ermitteln. Denn im Münchner Baugewerbe gibt es eine ungeklärte Mordserie und Caro soll Freundschaft mit der Tochter eines der Bauunternehmer schließen – und im Idealfall Insiderinformationen erhalten.

Dann ein letzter Schlag, der das Universum auslöschte.

Vanitas war mein erster Poznanski – und nicht mein letzter. Wenngleich mir der Einstieg in den Roman ein wenig schwerfiel. Woran genau das lag, kann ich gar nicht so genau benennen. Vermutlich fiel es mir einfach schwer, weil die Protagonistin nicht greifbar war. Aber genau das war ja die Intention des Ganzen. Wir wissen nichts über die einstige verdeckte Ermittlerin. Wir wissen weder wie sie heißt, noch in was genau sie verstrickt war. Immer wieder gibt es Andeutung und wie ein Mosaik setzt sich allmählich das Bild der Carolin zusammen. Dennoch bleibt sie eine eher vage Figur,

Poznanski spielt mit den verschiedenen Identitäten ihrer Protagonistin und das tut sie wundervoll. Carolin ist eine verdammt schlaue junge Frau und eine gute Ermittlerin. Ihr Leben wird jedoch enorm durch ihre Angst beeinträchtigt. (Wenn einem eine falsche Identität als Blumenhändlerin noch nicht genügt, um ein Leben als beeinträchtigt zu bezeichnen).

Sprachlich absolut phänomenal, begann mit Vanitas für mich eine Reise durch Poznanskis Werke. Allein meinem Leben als Langsamleser ist es geschuldet, dass ich ein wenig hinterherhinke. Der erste Band der Vanitas-Reihe jedenfalls bietet einen enorm spannenden, nervenaufreibenden und kniffligen Fall und stellt darüber hinaus einen gelungen Auftakt zu einer hoffentlich gleichbleibend tollen Reihe dar. Vanitas II – Grau Wie Arsche erschien im Übrigen vor zwei Tagen und wurde heute von mir bestellt. Wenn alles gut läuft, gibt es also bald auch mehr zu Band II der Reihe zu lesen!

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Lisa
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RoXXie SiXX
7 Monate zuvor

Hallo Lisa,

ich möchte auch sehr bald ein Buch von ihr lesen. Bin mir aber noch nicht schlüssig, mit welchem ich anfangen möchte.

Cheerio,
RoXXie

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