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[Montagsfrage] Aussortieren oder Behalten?

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Diese Woche geht es in der Montagsfrage darum, ob man B├╝cher nach dem Lesen beh├Ąlt oder regelm├Ą├čig aussortiert. Das ist wieder so eine Frage, die f├╝r mich ohnehin irgendwie ein bisschen irrelevant ist, da ich zu 95% meine B├╝cher aus der B├╝cherei beziehe. Die Frage, ob ich sie behalte oder aussortiere, stellt sich daher nicht ­čśÇ Aber wie handhabe ich das mit dem Rest meiner B├╝cher?

Viele B├╝cher, die ich besitze, sind Geschenke gewesen. Da stellt sich die Frage des Aussortierens partout nicht. Ich habe mir vor Jahren einmal die englische Ausgabe des ersten Harry Potter Bandes gekauft und darin eine Widmung zum Geburtstag gefunden. Der Nachricht war zu entnehmen, dass es sich auch um ein enges verwandtschaftliches Verh├Ąltnis handelte. Es f├Ąllt mir irgendwie schwer, nachzuvollziehen, warum man so etwas aussortiert. Ich w├╝rde es jeden Falls nichts ├╝ber’s Herz bringen, zumindest nicht, wenn es von einer so nahestehenden Person kommt.

Die meisten anderen B├╝cher die ich besitze sind meine sogenannten Sch├Ątze. So bezeichne ich B├╝cher, die ich schon einmal in der Bib geliehen hatte und die mir so gut gefielen, dass ich sie unbedingt nachkaufen musste. Dass ich diese dann nicht aussortiere, erkl├Ąrt sich glaube ich auch von selbst.

Und dann gibt es noch die Rezensionsexemplare. Diese d├╝rfen ja, wie allgemeinhin bekannt, nicht verkauft werden und daher behalte ich auch diese. Nat├╝rlich k├Ânnte ich diese auch verschenken, aber dann steht ja wieder im Raum: Verkauft diese Person das Buch dann widerrechtlich? Daher behalte ich diese B├╝cher lieber auch bei mir ­čÖé

Also summa summarum kann ich glaube ich sagen, dass ich B├╝cher eher behalte und wirklich nur in seltenen Ausnahmef├Ąllen weiterverkaufe. Allerdings w├╝rde ich es sicherlich anders handhaben, wenn ich wie viele andere auch die meisten B├╝cher selbst kaufe und eben nicht leihe. Denn ein Buch, dass ich nur einmal lese und zu dem ich keinen pers├Ânlichen Bezug habe, w├╝rde mir nur unn├Âtig Platz rauben und da ich ohnehin nur ein recht kleines Zimmer habe, muss ich da ein bisschen platzsparend denken – so sch├Ân gro├če Buchregale auch sein m├Âgen ­čśÇ

Montagsfrage // 18.02.2019

Der Montag begann f├╝r mich so semiproduktiv. Ich bin immer noch nicht ganz in den “Ferien” angekommen, habe kaum etwas geschafft und doch irgendwie den ganzen Tag irgendetwas gewerkelt und getan. Ihr kennt das sicher: den ganzen Tag besch├Ąftigt und am Ende doch nichts geschafft. Daher widme ich mich auch erst jetzt, gegen 18 Uhr, der heutigen Montagsfrage, die wiefolgt lautet:

Wie sehr wirst du vom Coverdesign eines Buches zum Kauf beeinflusst?

Wenn ich in er B├╝cherei, oder – seltener – im Buchladen umherstreife, sind es doch oft die Cover der B├╝cher, die mich in erster Instanz neugierig machen und da gibt es ja wirklich wundersch├Âne Exemplare. Ich w├╝rde allerding kein Buch NUR aufgrund des – noch so sch├Ânen – Covers kaufen. Nachdem ich auf ein Buch aufmerksam geworden bin, lese ich grunds├Ątzlich den Klappentext und wenn dieser mir nicht zusagt, hat das Buch trotz sch├Âner Fassade keine Chance mit nach Hause zu d├╝rfen.

Besonders spannend finde ich im ├ťbrigen zu diesem Thema den Wettbewerb “Die Sch├Ânsten B├╝cher” der Stiftung Buchkunst. Bei diesem Wettbewerb werden – wer h├Ątte es gedacht – die sch├Ânsten B├╝cher pr├Ąmiert. Da ich eine Zeit lang als Praktikantin und Ehrenamtliche in der hiesigen B├╝cherei arbeiten durfte, habe ich die dazugeh├Ârige Wanderausstellung kennen lernen und mit aufbauen d├╝rfen. Bei der Pr├Ąmierung werden aber nicht (nur) die Cover pr├Ąmiert, sondern das “sch├Âne” Buch als Gesamtpaket.

┬ę Fotografie: Uwe Dettmar