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[Rezension] Jennifer L. Armentrout | Onyx

Onyx

AUTOR Jennifer L. Armentrout
VERLAG Carlsen
ERSCHIENEN 21.11.2014
SEITEN 464
FORMAT Gebundenes Buch
PREIS 18,00 €
GENRE Science Fiction / Fantasy / Jugendbuch
REIHE  Lux-Reihe; Bd. 2
ISBN 978-3551583321

Inhalt

Seit Daemon Katy geheilt hat, sind die beiden durch ein Band verbunden, das ihre Herzen im Gleichtakt schlagen lässt. Doch noch immer das verletzende Verhalten von Daemon im Hinterkopf, will Katy diese Bindung nicht akzeptieren und leugnet ihre Gefühle. Als der gut aussehende und vollkommen normale Blake neu an die Schule kommt, glaubt sie, einen Neuanfang wagen zu können und vor allem ein normales Leben führen zu können. Doch Daemon lässt sich nicht so leicht abwimmeln und kämpft um die passionierte Buchbloggerin. Vor allem aber sorgt er sich um Katy, denn Daemon hat ein ungutes Gefühl und erkennt eine sich herannahende Gefahr. Doch Katy verschließt sich vor ihm.

Meinung

Wie bereits der erste Teil der Reihe, hat mir Onyx extrem gut gefallen. Das lag nicht zuletzt an dem angenehmen und kurzweiligen Schreibstil der Autorin, als auch an den von ihr ins Leben gerufenen, wirklich gelungenen Charakteren. Daemon, Katy, Dee – alle Personen im Buch, selbst jene mit nur einer kleinen Nebenrolle, sind gut durchdacht und haben ihre Ecken und Kanten. Dafür werden sie für den Leser viel griffiger, als z.B. aalglatte oder klischeetreue Charaktere.
Darüber hinaus gelang es der Autorin, mich trotz bestimmter Vorahnungen und Vermutungen zu überraschen. Die Geschichte ist dynamisch, aber nicht zu hektisch. Dadurch entsteht eine Spannung, die es bewirkt, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.
Mit den beiden “Haupterzählsträngen”  (Wie geht es zwischen Katy und Daemon weiter? Welche Gefahr droht den Lux und ihren Verbündeten?) schafft es die Autorin, den Leser kontinuierlich am Ball zu behalten. Diese beiden Ebenen sind auch perfekt miteinander verwoben, sodass eine sehr harmonische rote Linie zu erkennen ist.
Fernab der Haupthandlung spricht Armentrout aber noch weitere Punkte an, die fern der Lux durchaus auch in unserem realen Leben häufiger angesprochen werden sollten und zum Nachdenken anregen. So wird z.B. die teilweise schwierige Situation für Katy aufgegriffen, dass ihr Vater starb und ihre Mutter nun eine neue Liebe gefunden hat.
Darüber hinaus finde ich es sehr lobenswert, dass Katy Daemon eben nicht einfach um den Hals fällt als wäre nie etwas gewesen. Natürlich hoffe auch ich für das große Happy End der beiden, aber ich finde es toll, dass Katy kein hormongesteuertes Girly ist und sich dem Charme unseres Lichtjungen solange erwährt, bis der Konflikt und die Verletzungen, die er ihr ja doch zugefügt hat, aus dem Raum geschafft werden.
Und darüber hinaus, ohne zuviel verraten zu wollen, macht Armentrout gegen Ende ein weiteres großes “zwischenmenschliches” Fass auf, wo für die Nachfolgebände auf jeden Fall auch weiterer Stoff vorhanden ist, um aufzuzeigen, wie schwierig und komplex Beziehungen, Trauer und Vergebung sein können.
Damit bietet dieses Buch etwas, was ich bei manchen Romantasy-Büchern vermisse: eine tiefere Ebene, die nachdenklich stimmt und uns als Menschen einen Spiegel vorhält.

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